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Malteser Haan/Hilden

Malteser 1*1

Malteser 1*1

Es gibt Begriffe und Abkürzungen mit denen ein Laie nicht viel anfangen kann. Diese Versuchen wir euch auf den Folgenden Seiten etwas näher zu bringen.

AED

Ein AED im Ausgeschalteten Zustand

Ein automatisierter externer Defibrillator (AED, Umgangssprachlich Laiendefibrillator) ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen durch Abgabe von Stromstößen. Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder Kliniken sind AEDs wegen ihrer Bau- und Funktionsweise besonders für den Ersthelfer geeignet.

 Weiter Informationen erhalten Sie über die Ausbildung

Piktogramm zum Auffinden eines AED´s

BOS

Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist ein Sammelbegriff für Einrichtungen, die mit der Abwehr von Gefahren betraut sind. Allgemein bezeichnet man diese Einsatzkräfte auch als Blaulichtorganisationen, sie stellen aber einen umfassenderen Bereich der Einsatzorganisationen dar. Das kann im Rahmen der unmittelbaren oder mittelbaren Staatsverwaltung, aufgrund eines öffentlichen Auftrags an private Organisationen/Unternehmen geschehen oder aus ehrenamtlicher Initiative heraus erfolgen.

Druckverband

So funktioniert ein Druckverband

Der Druckverband ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme, die bei einer stark blutenden Wunde durchgeführt wird. Das Stillen starker Blutungen hat höchste Priorität, da es bei großem Blutverlust schnell zu einem lebensbedrohlichen Schock kommen kann, und sollte – wenn nur ein Helfer zur Verfügung steht – sogar noch vor dem Notruf erfolgen. Der Druckverband wurde 1811 in der Medizin durch Johann Georg Heine eingeführt. Der Verlust von einem Liter Blut kann bereits lebensbedrohlich sein, bei Kindern genügt auch eine weit geringere Menge.

ELW

ELW der Malteser aus Würzburg

Ein Einsatzleitwagen (kurz: ELW) ist in Deutschland ein Einsatzfahrzeug, das der Führung und Koordination von taktischen Einheiten der Feuerwehr, des THW, der Polizei oder anderer Hilfskräfte dient. Dementsprechend verfügen die meisten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) über Einsatzleitwagen.

NA

Ein Notarzt kurz NA ist ein Arzt mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation, der bei akuten, lebensgefährdenden Erkrankungen oder Verletzungen eines Patienten mit Transportmitteln des Rettungsdienstes (Notarzteinsatzfahrzeug, Notarztwagen, Rettungshubschrauber) in kürzestmöglicher Zeit zu diesem gelangt und ihn präklinisch (vor einem Krankenhausaufenthalt) behandelt. Ihm stehen eine Reihe von Medikamenten und Gerätschaften zur Verfügung, um vor Ort tätig werden zu können.

 

Aufgaben des Notarztes – in Zusammenarbeit mit weiterem Rettungsfachpersonal – sind:

  • die Durchführung akut lebensrettender medizinischer Maßnahmen
  • die Herstellung der Transportfähigkeit des Patienten
  • die Linderung von Schmerzen
  • die Begleitung und Überwachung des schwerverletzten oder schwerkranken Patienten beim Transport in ein geeignetes Krankenhaus
  • gegebenenfalls der Abbruch der Hilfsmaßnahmen und/oder die Feststellung des Todes
  • Ausstellen einer Todesbescheinigung (vorläufige oder gegebenenfalls auch endgültige, je nach landesgesetzlicher Regelung)

Der Notarzt wird von speziell ausgebildetem Rettungsdienstpersonal (Notfallsanitäter/Rettungsassistenten in Deutschland) begleitet und ist diesem Personal gegenüber in medizinischer Hinsicht weisungsbefugt.

Spineboard

Das Spineboard, je nach Hersteller auch Millerboard oder Backboard genannt, ist ein Hilfsmittel zur Rettung verunglückter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Das Spineboard besteht entweder aus Holz oder auch aus Hartplastik/Kunststoffverbundmaterial, je nach Hersteller werden 150 bis 1.100 kg Tragfähigkeit angegeben, und ist meistens komplett röntgendurchlässig und CT/MRT-geeignet. Für biegesteifen Leichtbau ist es innen hohl oder geschäumt und dadurch schwimmfähig und etwas Auftrieb liefernd und somit auch für die Wasserrettung günstig.

UHS

Eine Unfallhilfsstelle (UHS) ist eine Einrichtung des Sanitätswachdienstes, die als Anlaufstelle für medizinische Hilfeersuchen der Bevölkerung bzw. der Gäste einer Veranstaltung dient. Im Gegensatz zu der kleineren Sanitätsstation können in einer UHS regelhaft viele Patienten gleichzeitig versorgt werden. Neben der Durchführung von professionellen Ersten-Hilfe-Maßnahmen kann auch umfassend notfallmedizinisch interveniert werden. Eine UHS ist dafür sowohl materiell wie auch personell ausgestattet. Die nächstgrößere vergleichbare Einrichtung ist der Behandlungsplatz. Einer UHS sind meistens Sanitätsstreifen bzw. Erstversorgungsteams zugeordnet. Häufig besteht in einem gewissen Rahmen auch die Möglichkeit einer allgemeinmedizinischen Versorgung. Die Notwendigkeit entsteht dadurch, dass UHS typischerweise bei sehr großen Veranstaltungen wie dem Weltjugendtag eingesetzt werden. Die taktische Einbindung einer UHS in den Einsatz variiert, in der Regel besteht aber direkter Kontakt zur Gesamteinsatzleitung oder zur zuständigen Abschnittsleitung. Eine UHS wird meistens durch einen Zugführer geleitet. Ihre genaue Ausprägung ist örtlich und von Hilfsorganisation zu Hilfsorganisation unterschiedlich.

 

Gliederung

Eine Unfallhilfsstelle wird in die Bereiche

  • Sichtung, Registratur, Erstversorgung,
  • Ruhe- bzw. Betreuungsbereich und
  • Lager, Sozialbereich der Helfer sowie Logistik

gegliedert.

 

Perosonal

Dem Personal einer UHS können beispielsweise angehören:

  • Leiter der UHS (Zugführer)
  • Notarzt
  • Rettungsfachpersonal
  • weitere Sanitäter

Häufig wird das Personal noch um KIT-Helfer, Fernmelder und Techniker ergänzt. UHS haben meistens eine Personalstärke von etwa 20 Helfern. Sehr große UHS können in der Praxis über 40 Helfer haben.

 

Ausstattung

Häufig werden für UHS Sanitätszelte verwendet. Die oben beschriebene Gliederung lässt sich z. B. in drei Zelten unterbringen. Für die Zelte muss eine ausreichende Stromversorgung mit einer entsprechenden Elektroinstallation vorgesehen werden. Hierfür können Baustromverteiler und spritzwassergeschützte Stromkabel verwendet werden. Dazu kommen Zeltbeleuchtung und Zeltheizung. UHS werden aber insbesondere bei längeren Veranstaltungen auch in Containern oder in festen Gebäuden untergebracht.

Die medizinische Ausstattung ist umfassend. Neben Tragen, Lagerungsgestelle für Krankentragen und Feldbetten gibt es Verbandsmittel, Decken, Infusionen, einfache Diagnostik-Geräte (Stethoskop, Blutdruckmessgerät, Blutzuckermessgerät) und Sauerstoffbehandlungsgeräte. Teilweise wird die Gesamtausstattung eines Rettungswagens vorgehalten. Für den Notarzt gibt es ein Ampullarium mit den notwendigen Zubehör. Wichtig ist auch eine umfassende Hygieneausstattung.

Weiterhin gibt es verschiedene Funkgeräte zur Kommunikation mit der Einsatzleitung und den eigenen Einsatzkräften, Telefon und immer häufiger auch ein EDV-System mit Internetzugang.

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